Das ist keine Satire!

Das hier ist das offizielle Plakat von „Jugend forscht“ für 2020.
Das ist so ungewollt zynisch, daß ich es schon wieder geil finde.

Vor zehn Jahren

..machte ich mich auf die Suche nach einem neuen besten Kumpel

„Enno“ war rund drei Monate zuvor im Alter von gerade mal acht Jahren gestorben. Irgendwas mit Herzfehler, unentdeckt, nicht aufgefallen, bis es dann im heißen Sommer 2009 plötzlich geknallt hat…

Nach ein paar Wochen Trauer und Verlorenheit begab ich mich dann auf die Suche und stieß auf einen örtlichen Tierschutzverein, der eine Partnerschaft mit ehrenamtlich geführten polnischen Tierheimen pflegt.
Auf der Website dieses Tierschutzvereins gab es viele viele viele tolle Vermittlungs-Angebote. Und dann stieß ich auf dieses Foto, das mich irgendwie nicht mehr losließ:

Ich kannte diesen Hund nicht. Es gab natürlich eine kurze Beschreibung seiner bekannten Charakteristik auf der Website; soweit sie den Tier-Rettern bekannt waren, die ihn damals irgendwo in Polen von der Straße aufgelesen haben.
Dennoch habe ich mich dazu entschieden, diesen Hund bei mir aufzunehmen; diesen Hund, dem ich niemals zuvor persönlich begegnet war.

Und dann kam er hier bei mir an, am 15.11.2009, heute vor 10 Jahren. Stand da auf dem Bürgersteig, ein einziges Gerippe, bei dem man schon aus Abstand die einzelnen Rippen seines Brustkorbs sehen konnte.
Er stank wie ein versiffter Pferdestall und war total paralysiert von der ganzen Nacht unterwegs vom Tierheim in Polen bis nach Deutschland zu mir.
Nachdem wir dann in meine Wohnung gegangen waren, schaute er sich natürlich erstmal ausgiebig um. Er ignorierte zu meiner Überraschung komplett meine Katze, die auf dem Bett lag.
Ca. eine halbe Stunde später kletterte er ungefragt neben mir auf das Sofa und lehnte sich spontan mit seinem ganzen Gewicht an meine Schulter. Ein Moment, den ich nie vergessen habe..

Und heute hatten wir „Rosenhochzeit“ – 10 Jahre Das ist ’ne fucking lange Zeit. Ein Fünftel meines Lebens lebt er nun mit mir, ich mit ihm. Wir haben beide graue Haare und schlechte Zähne bekommen.

Allen Tieren, die ich bei mir aufnehme, verspreche ich, ein Leben lang für sie zu sorgen. Ich würde mir wünschen, „lebenslang“ würde sich auf meine Lebenszeit und nicht auf seine beziehen. Aber so ist das eben.

„Rubin“ ist so ein verdammt toller Hund. Sowas gibt’s nicht zweimal.

Remember

Wie auch immer es weitergeht..

Ich kann’s nicht erklären..

.. aber das ist so eine Schlagzeile, die mein Hirn fickt:

Alda! „Gebrannte-Mandeln-Wagen brennt“, das ist ein echter Mindfuck.
Die Rache der Mandeln.

Ich musste später noch an die legendäre “Rhabarber-Barbara” denken. Ist anders aber auch irgendwie

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris)

November 2019

Jetzt sind wir angekommen in dem Monat, in dem „Blade Runner“ spielt.

Prostituierte sind die Berufskraftfahrer der Sexualität, professionelle Verkehrsteilnehmer.

‚Berufserfahrung‘

Müsste ich drei wichtige Dinge nennen, die ich in 20 Jahren professionellen Kochens gelernt habe, würde ich sagen “Ablöschen, Losbraten und Mariahilf”.

Die Karawane zieht weiter

Seit ziemlich genau 10 Jahren habe ich jetzt unter dieser Adresse ein privates WebLog laufen, hauptsächlich zu meiner eigenen Bespaßung.
In dieser Zeit sammelten sich über 450 Postings an: kleine private Anekdoten, lustige Fundstücke aus dem Internet, Musik die ich hörenswert finde, Denkanstöße, technische und philosophische Beiträge zu Computern, Internet und allem möglichen anderen Scheiss.

Die “Rezeption” dieses Blogs war von Anfang an sehr gering, was mir aber auch ziemlich latte war und ist. Ist eben nur ein kleines Hobby von mir.
In absehbarer Zeit werde ich dieses Blog löschen, wahrscheinlich noch in diesem Jahr.

Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe:

Erstens schalten die Betreiber dieser Blog-Plattform “blogsport.de” in den nächsten Monaten ohnehin ihre Dienste ab. Die haben mehr oder weniger privat jahrelang diese Plattform kostenfrei für Privatnutzer zur Verfügung gestellt und sehen sich zunehmend mit finanziellen, juristischen und persönlichen zeitlichen Problemen konfrontiert. Ich kann es gut verstehen, daß sie nun bald in den Sack hauen.
War ‘ne schöne unkomplizierte Zeit hier, danke für all das!

Zweitens habe ich meine Internet-Beiträge zu Frieden, Hass, Humor und Bullshit schon seit ein paar Jahren Stück für Stück mehr in die Diaspora-Community verlagert und dieses Blog dabei immer weiter vernachlässigt. Es ist eigentlich nur noch ein schwächelndes Stiefkind, das leidet.
Meine öffentlichen Beiträge auf Diaspora sind (surprise!) öffentlich lesbar. Aber kommentieren kann man nur, wenn man mit einem Diaspora-Account eingeloggt ist.

So oder so werde ich mich weiterhin irgendwie irgendwo im Internetz über irgendwas äußern. Und wenn ich vielleicht mal wieder eine sozusagen “zentrale Müllkippe” für meine digitalen Hirnfürze (allgemein “WebLog” genannt) gefunden haben sollte, wird diese nach wie vor unter »Exkremente al dente« zu finden sein.
Letztlich gibt’s auch noch meinen – sagen wir mal “Index” miller24. Persönlicher Kontakt, Websites, PGP-Key, Kleinkram. Schnörkellos komprimiert auf das Wesentliche, mein “Führerbunker Hauptquartier”. Von da aus geht’s irgendwie immer.

Hasta la vista baby. I’ll be back!
So long and thanks for all the fish!
May the force be with you!

Kindervorstellung fällt aus!

Der Kasper kommt

Mehr gibt’s nicht zu sagen

Perverse Schweine!

„Hausgemacht“

Immer wenn irgendwo in einem Imbiss, Restaurant, einer Kneipe etc. in der Speisekarte “hausgemacht” (mit Anführungszeichen) steht, werde ich skeptisch.

hausgemacht

Bankpost 2.0

Ich hab heute beim Online-Banking festgestellt, daß meine Bank mir unter “Mitteilungen” eine Jahressteuerbescheinigung als pdf-Datei bereitgestellt hat.

Das war das erste mal überhaupt, daß ich von einer solchen “Jahressteuerbescheinigung” höre, also habe ich das pdf natürlich runtergeladen und gespannt, aber auch ein kleines bißchen nervös geöffnet.

Na? Wollt ihr auch mal gucken? ^^

Ich hab die pdf-Datei nur zu png konvertiert, um sie hier einbinden zu können und meine persönlichen Daten rechts oben etwas verschleiert, wegen Datenschutz und so, ihr wisst schon…
Alle anderen Angaben habe ich genau so belassen, wie sie mir von der Postbank übermittelt wurden. In dieser Hinsicht habe ich nichts zu verbergen! Man kann es auch als meinen persönlichen finanziellen Transparenzbericht betrachten:

Bankpost

Mal ehrlich Postbank: was soll das?!
Ich bin nur froh, daß solche Kommunikation inzwischen zunehmend ‘digital’ abgewickelt wird. Vor zehn Jahren noch hättet ihr mir wahrscheinlich ein leeres Blatt Papier per Briefpost geschickt.
- Oder vielleicht auch gerade nicht, weil irgendein Sachbearbeiter rechtzeitig bemerkt hätte, daß so was Schwachsinn ist. Das ist wohl eine der Schattenseiten der Digitalisierung im 21. Jahrhundert: man kann automatisiert portofrei Mitteilungen verschicken, die keinerlei Inhalt haben.

Wenn du beim Tierarzt nach der Untersuchung die 25,90€ nicht bezahlen musst – und sogar noch ein “Guthaben” von 3€ dort hast – dann weißt du, daß du definitiv ein Stammkunde bist.

Du hast einen Wunsch frei – und sie wird ihn voll verkacken: die Katastro-Fee.

Lifestyle 2000

Vittel

Happy Birthday „BER“! :)

20 Jahre BER

Misanthropie

Die einen betteln mich privat wiederholt um Geld an, nachdem sie ihre eigene fette Erbschaft verschleudert haben. Nachzahlungen 400€ für Strom, Nebenkosten, bla bla bla. Aber jeden Tag ca. vier “JackDaniels&Cola” aus Dosen für 5€ pro Dose saufen ist kein Thema. Und der einwöchige Trip zu Freunden in Berlin muss natürlich auch noch drin sein

Die anderen belehren mich unablässig auf der Arbeit über Kinkerlitzchen, die ich ohne ihre beschissenen unprofessionellen Kommentare wesentlich besser handhaben könnte. Die stehen dann da in völliger Selbstüberzeugung\-schätzung und quatschen mich mit Scheisse voll, lenken mich ab, verwirren mich – und ich mache Fehler.
Und Zack! haben sie wieder Recht behalten: ich bin unfähig!

Ich hab’ echt momentan die Schnauze voll von Menschen-Kontakt!

Jetzt noch rund 36 Tage und 21 Stunden, die ich durchhalten muss, um wenigstens diesen verpissten Job erhobenen Hauptes verlassen zu können. Der Laden macht dicht, und ich möchte mir nicht in ein paar Jahren eingestehen müssen, daß ich wenige Wochen vor seinem Ende die wenigen verbliebenen sympathischen Kollegen im Stich gelassen habe.