Ich betrachte mich eigentlich nicht als spirituellen oder gar religiösen Menschen – aber manchmal glaube ich schon ein bißchen an so etwas wie die Gerechtigkeit des Schicksals oder eine Art von Karma.

WDR fucks my mind

Der WDR hat mir heute in seiner Online-Präsenz einen Hirnfick verpasst:

Online-Handel

Ja nee, war klar…
Ich bestelle in einem spezialisierten Online-Shop drei kleine Gummi-Figuren, Versand per DHL für 3,90€.
Nach inzwischen acht Tagen kommt die Bestellung heute bei mir an – per Briefträger als schlecht verpackte Warensendung im dünnen, leicht beschädigten Papierumschlag für 2,20€.

Ich hätte denen auch gleich sagen können, daß ein DHL-Päckchen für 3,90€ etwas übertrieben ist. Allerdings hätten sie auch als Warensendung für 2,20€ eine etwas robustere Verpackung wählen können. Immerhin ist der Inhalt recht unempfindlich und nichts ist verloren gegangen.

Daß ich als Neukunde dieses Shops einen Gutschein über 0,50€ als “Willkommensgeschenk” bekommen habe, übersehe ich jetzt mal. Ich werd’ jetzt gleich mal bei diesem Online-Shop meinen Kunden-Account löschen, den ich für meine Bestellung anlegen musste. Nicht, daß die noch meine Mail-Adresse für 0,80€ weiterverkaufen oder ähnliches…

My home is 127.0.0.1

Nach vielen vielen Monaten ist mein Linux-Hauptsystem inzwischen perfekt für meinen Geschmack und meine Bedürfnisse eingerichtet. Es ist quasi gewachsen und viele kleine Details habe ich individuell an meine Wünsche angepasst.

Die andere Seite der Medaille sind allerdings so einige kleine Fehler und Ausfälle, die sich im Laufe der Zeit u.a. auch durch mein Zutun eingenistet haben.
Neuerdings habe ich z.B. in sämtlichen Videoplayern ein schwarzes Bild, wenn der Rechner vorher im Standby war. Sämtliche Recherchen und Fehlersuche führten zu einer einfachen Lösung: ein Reboot hilft (Windows lässt grüßen! :-[ )

Nunja, Ende des Jahres endet der Support für mein System ohnehin und ein direktes Upgrade auf die nächste Version ist offiziell nicht vorgesehen. Also werde ich mich mal nach Alternativen umschauen und auch ein komplettes Image der Festplatte sichern.

Immerhin ist sowas unter Linux möglich: Home-Verzeichnis mit allen persönlichen Dateien und Einstellungen sichern, Paketliste aller installierten Programme erstellen, Konfigurations-Dateien des Systems kopieren, das alles Stück für Stück ausgewählt auf ein neues System übertragen.
Das kann zwar Tage dauern, bis das neue System wieder fast genauso funktioniert und sich anfühlt, wie das alte – aber damals, als ich noch Windows nutzte, musste ich in solchen Fällen immer nahezu ganz von vorne anfangen.

No SPAM anymore!

In Sachen SPAM-Mails werde ich langsam gnadenlos.

Vor ein paar Wochen habe ich mich von meiner dienst-ältesten Mailadresse getrennt, da dort täglich 25 – 35 Spam-Mails ankamen.
Nun gut – ich habe diese Adresse gut 18 Jahre lang überall benutzt und öffentlich hinterlassen: Usenet, Foren, Websites, Kontaktformulare, die ganze Palette. Daß da nach fast zwei Jahrzehnten nicht noch wesentlich mehr Dreck aufschlug, ist fast verwunderlich. Eigentlich habe ich sie ohnehin nicht mehr aktiv benutzt und nur aus nostalgischen Gründen behalten.

Länger schon habe ich auch meinen Mail-Provider gewechselt, die Kontakt-Adressen auf meinen Websites so gut ich kann verschleiert, und die Herausgabe meiner Mail-Adressen je nach Zweck gut organisiert.

Dennoch kommen immer noch ein paar wenige Spam-Mails pro Woche (hauptsächlich an eine Adresse auf einer meiner Websites) bei mir an, da ich diese Empfängeradresse bei meinem Provider auf eine Whitelist gesetzt habe.

Dafür hatte ich bisher beim Provider Filter angelegt nach dem Schema „from: is: @xxx.xxx.domain -> ungefragt löschen“ (vereinfacht gesagt).
Nach Rückfrage beim Provider habe ich dann heute viele dieser einzelnen „@xxx.xxx.domain“ zusammenfassen können in zwei Regeln: „.biz.ua“ und „.co.ua“ im Absender werden alle kommentarlos gelöscht.

„False Positives“ wird es da wohl keine geben. Und je nach weiterem Spam-Aufkommen werde ich vielleicht neue globale FQDN ausfiltern.

Lost in translation

Ist ja auch geil: in deiner Doku auf ZDFinfo wird der Originalton-Begriff „Ripoff“ mit „Fake deal“ synchronisiert.

Abzocke, Nepp, Beschiss, Geldschneiderei (geiles Wort!), Betrug, Plagiat… naja, egal. “Fake deal” ist wahrscheinlich die bekanntere Übersetzung ins Deutsche.

„Headline-Cropping“

Manchmal ergibt eine Überschrift erst einen tieferen Sinn, wenn man sie völlig aus dem Kontext reißt!

Seehofer

Manche Leute in meinem recht steifen, spießigen Wohnviertel haben doch einen netten schlagfertigen Humor. Letztens ein Gespräch am Tisch vor dem Straßencafé:
“(bla bla…) Niemand mag Klugscheisser.”
Laute Bemerkung vom Nebentisch:
Fast niemand!”

Ihre Zeit wird kommen

Ich habe mir vor genau einem Monat eine total coole neue Windbreaker-Jacke gekauft, auf dem Rückweg durch die Großstadt; weil ich mich irgendwie selber für einen “amtlichen Termin” belohnen wollte, der gut gelaufen ist.

So eine Jacke wollte ich mir länger schon kaufen, genau das Design das ich mag und gerade mal um die 30€ teuer. Später an dem Tag, an dem ich sie erstanden hatte, habe ich sie erstmalig während eines Hundespaziergangs im leichten Regen getragen und fand sie super.

Seitdem hängt sie hier im überhitzten Wohnungsflur und jedes mal wenn ich aus dem Bad an ihr vorbeikomme, streichele ich sie zärtlich und bete um anderes Klima.

Positiv denken

Eine gute Seite hat das Wetter ja: ich habe gerade ein paar Socken mit der Hand gewaschen und kann mir ziemlich sicher sein, daß sie morgen wieder trocken sind.

Und selbst wenn sie morgen Mittag doch noch etwas feucht sein sollten, kann ich sie trotzdem anziehen. Nach zehn Minuten in Arbeitsschuhen sind sie ohnehin wieder feucht.

Oder anders gesagt: egal ob feucht oder trocken, jedenfalls sauber. Und warm. Feucht-warm und relativ sauber.

Also fast so, wie vor dem Waschen, aber nicht ganz so dreckig. Vielleicht.

„Miles Scientific“

aus Newark (USA) ist ein Hersteller von Labor-Geräten für die chemische Industrie.

Ursprünglich trug die Firma einen anderen Namen, der ihre Kernkompetenzen repräsentieren sollte. Intuitiv, kurz, stylish sollte der Name sein – irgendeine Mischung aus „analytical“ und „technology“.
Warum sie ihren Firmennamen zwischenzeitlich geändert haben, wird mit dem alten Firmenschild ersichtlich:

Beschreiben Sie Facebook in einem Satz:

Facebook ist für Leute, die nichts zu sagen haben und nicht schreiben können,
damit Leute die nichts lesen wollen ‚Likes‘ verteilen können.

(Das ist ein Zitat, das mir heute über den Weg lief; ich könnte es kaum besser formulieren!)

History repeating

Diese „Smoothies“, die ja immer noch total im Trend liegen, gab’s übrigens auch schon so um 1990. Damals war ich Zivi im Altenheim und man nannte es „Passierte Kost“.

Passt! :-)

Heute waren meine „Punisher“-Aufkleber im Briefkasten.

Ich habe mir fünf verschiedene Farben bestellt und das jetzt ausgewählte Apfel-grün verleiht meinem kleinen Thinkpad doch gleich eine unglaublich fröhliche, lebensbejahende, freundliche und sympathische Ausstrahlung:

Punisher

Das war echt „grenzwertig“…

DOH! o_0

Heute Nachmittag bei mir Zuhause: ich krieche verschlafen aus dem Bett, werfe die Kaffeemaschine an, gieße meine Zimmerpflanzen und füttere die Tiere.

Zurück auf dem Weg in die Küche Richtung Kaffee höre ich ein Summen, Brummen, irgendwas…

Meine Küche ist recht klein und hat ein Erker-Fenster, in der Zimmerecke davor steht ein Tisch. Auf dem Tisch die Mikrowelle und ein Wasserkocher, darunter drei Kunststoff-Boxen mit Werkzeug und Altpapier, zwei Mülleimer – Chaos pur; quasi „die Schmuddel-Ecke“ meiner Wohnung.

Ich höre immer noch deutlich dieses Brummen, schaue aus den gekippten Küchenfenstern. Nein. Das kommt nicht von Draußen. Es brummt hier direkt vor mir! Die Mikrowelle ist es nicht. Es brummt unter dem Tisch! o_o

Nervös räume ich das Geraffel unter dem Küchentisch zur Seite und stoße hinten an der Wand auf den Mehrfachstecker, an dem die Mikrowelle und der Wasserkocher hängen. Er brummt, dampft und ist heiß! WTF?!
Nachdem ich dann erst mal hektisch den Mehrfachstecker von seinem Verlängerungskabel getrennt hatte, traute ich mich, die Situation näher zu begutachten.

Ich hatte die Pflanze im Erkerfenster etwas zu viel gegossen, das überflüssige Wasser lief von der Fensterbank auf den Küchentisch und von dort direkt in den Mehrfachstecker. Und dort kochte es dann, dampfte und machte Geräusche! oO

Es gab keinen Kurzschluss und es flog auch keine Elektrosicherung raus. Da kochte einfach Wasser in der Steckdose.
Wie in einem billigen Thriller mit „Butterfly-Effect“ und so..

na gut – es funktioniert. irgendwie..

Nice try

Im Nachgang zu meiner neuen Arbeitslosigkeit dann mal eine erste kleine “Reinigung”.
Ich habe heute zum letzten mal ‚WhatsApp‘ auf meinem “Diensthandy” gestartet und meinen Account, sowie diese App gelöscht.

Den Account hatte ich sowieso nur wegen sozialem Druck erstellt. „Wir brauchen WhatsApp für total wichtige Kommunikation. Da tauschen wir total wichtige Informationen aus, die die Arbeit betreffen!“

Bullshit! Lustige Fotos und Videos, Anscheißerei inklusive Schnappschüssen, Geburtstagsgrüße, kleine Witze… das ist alles, was bei mir ankam. Weg mit der Scheisse!

Nicht mein Tag

Erster Tag meiner Arbeitslosigkeit und ich werde von einem kotzenden Hund im Schlafzimmer geweckt. Bereits während ich schlief hat er heimlich seinen Teppich im Wohnzimmer mit Durchfall verziert; ein wenig fast getrocknete Kotze finde im Bad vor seinem Fressnapf.
Ich habe im März weniger Geld verdient, als ich noch vor ein paar Tagen geschätzt hatte – aber dafür habe ich gestern auf der Arbeit einen ganzen Rucksack voller Lebensmittel geschenkt bekommen, unter anderem 20 Eier.

Na denn mal Frohe Ostern! ;-)

(Und gegen meine aufkeimenden Zahnschmerzen habe ich immerhin noch Ibuprofen im Haus. Einfach mal „positiv denken!“)

Final Feierabend

Die nächsten drei Tage muss ich noch arbeiten, dann ist Schluss. Samstag Abend ist zum letzten mal Feierabend für mich in dieser Küche. Der Inhaber wechselt, im April ist der Laden vorübergehend zu; was danach passiert steht in den Sternen.

Meine schriftliche Kündigung habe ich schon vor Wochen unterschrieben. Daß ich ab nächster Woche nicht mehr dort arbeiten muss oder kann, kommt erst seit gestern so richtig in meinem Bewusstsein an.

Das war jetzt mein achter Job in der Gastronomie in rund 25 Jahren. Ich habe dort in Teilzeit fast drei Jahre gearbeitet, und wenn ich ein Resümee ziehen müsste, würde ich sagen: “Es war nicht alles Scheisse.”

Na denn mal Osterferien!! :-)

Bei meiner letzten Schicht am Samstag werde ich rituell mein altes (dort deponiertes) Kochmesser in meine Küchenschürze wickeln und in meinen Rucksack stecken. Ich werde eine Dose Hansa Pils hervorholen und mit mir selber auf meine Arbeitslosigkeit anstoßen.

Fuck this shit! Das Leben geht weiter.

Hab’ ich dich erschreckt? Das tut mir echt leid!

Ist meine Schuld! Ich komme hier mit ’nem Fahrrad vorbeigefahren, während du auf dein Smartphone starrend einfach die Straße überquerst.

Tut mir leid, daß mein Rad kein Motorengeräusch hat, denn dann hättest du wohl wenigstens mal kurz auf den Straßenverkehr geachtet, bevor du quasi blind die Straße kreuzt.

Ich weiß, daß jede neue Nachricht, jeder Hinweis auf deinem Gerät mit einem Klingelton angekündigt wird. Das Geräusch meiner Vollbremsung war scheinbar so ähnlich. Jedenfalls hast du mich so angeschaut, als hättest du gerade eine total wichtige Message erhalten.

Lass dich nicht ablenken! Konzentriere dich auf deine Apps! Du bist wichtig! Die anderen Leute auf der Straße, die nicht ‘mit dir befreundet’ sind, werden schon Rücksicht auf dich nehmen.
Muss man ja auch verstehen: Facebook, Google, WhatsApp, Flickr, Tinder usw… brauchen dich und deine ‘Likes’! Jetzt! Sofort!

Und nebenbei wirst du mit deinen Accounts im Internet unsterblich sein! Jeder deiner Accounts wird nach deinem realen Ableben in einen “Trauer-Modus” versetzt und alle deine virtuellen Freunde können das dann respekvoll ‘disliken’.
Was zählt es dann schon, wenn du von einem Bus überfahren wirst? Dann bist du eben rote Matsche unter einem Linienbus mit Elektromotor.