Archiv für Oktober 2011

Manches schmeißt man besser weg

Wer privat Kleidung bei eBay verkaufen will sollte gut abschätzen, ob es den Aufwand wirklich wert ist.
Ich hab vor ein paar Tagen eine nagelneue Mustang-Jeans bei der Elektro-Bucht verkloppt – mach ich nie wieder!

Fotos von der Hose gemacht, Fotos nachbearbeitet, Angebotstext erstellt und darin die Fotos nochmal extra in Originalgröße für Details verlinkt. Fotos hochgeladen, Angebot eingestellt: jede Menge Eingabefelder ausgefüllt, Checkboxen angeklickt, usw..
Nach zehn Tagen kein Gebot, also nochmal in zwei Kategorien als Auktion eingestellt: Gebühr 0,25 €.
Frage eines Beobachters: Wie sind die genauen Maße? Bund einfach, Beinlänge innen und außen. Also nochmal genau Maß genommen und geantwortet. Dieser Beobachter hat die Jeans dann nach sieben Tagen für das Mindestgebot von 1 € erstanden.
Also Jeans waschen, verpacken, Päckchen gut mit Paket-Klebeband verschließen, Online bei DHL den günstigsten Tarif aussuchen, Felder ausfüllen, per Giro-Pay bezahlen, Passwörter eingeben, Felder ausfüllen, Porto ausdrucken, Daten kontrollieren, DHL-Marke auf’s Päckchen kleben, zur Packstation latschen, Päckchen abschicken.
Nach vier Tagen ist die Bewertung der Käuferin da: „schneller Versand, danke“.

Das war’s aber noch nicht.
Heute bekam ich via eBay eine Nachricht von der Käuferin: „Der erhaltene Artikel entspricht nicht der Beschreibung“. Zitat: „danke für die Zusendung der Hose. Leider war sie im Bund falsch abgemessen, so dass sie oben deutlich zu eng ist…werde jetzt versuchen, hinten ein Dreieck reinzunähen, so dass sie passt…
Tja – und?! Was soll ich jetzt tun? Mich entschuldigen oder was?!? Mal abgesehen davon, daß ich den Bund garantiert nicht falsch abgemessen habe: ich habe eine nagelneue ungetragene Markenjeans (Neupreis 15 €) für einen Euro verkauft; nach Abzug der eBay-Gebühren bleiben mir 0,66 € Gewinn. Für diesen ganzen Streß werd ich mir das bestimmt nicht nochmal antun.