Die Proll-Party des Jahres

Mann, was geht mir das auf den Sack!

Seit über acht Stunden hab ich ununterbrochen zwei bis vier Hubschrauber über dem Haus stehen. Permanentes Rotoren-Geknatter gibt mir eine Ahnung davon, wie sich meine Großeltern im Krieg gefühlt haben müssen, wenn alliierte Bomberverbände anrückten. Die Meisterfeier des BVB ist nerviger als ein Rosenmontags-Umzug und eine Nazi-Demo zusammen.

Die halbe Innenstadt von Dortmund ist vollgekotzt und zugemüllt. Leider wohne ich knapp außerhalb der „Glasverbot-Zone“, sodaß ich gleich auf der Gassi-Runde mit Rubi pemanent nach Glasscherben Ausschau halten muß. Aber es wird wohl ohnehin ein kurzer Spaziergang werden, da Rubi große Angst vor Silvester-Böllern hat und schnell wieder nach Hause will.

Und dieses ganze Theater, das Polizeiaufgebot, die Stadtreinigung wird wieder mal von öffentlichen Geldern finanziert. Warum bezahlt der BVB nicht mal selber die Kosten für seine Party? Schließlich ist der Verein ja an der Börse und gibt jedes Jahr Millionen aus, um Spieler zu kaufen.

Manchmal wünsche ich mir fast, ein Fußballfan zu sein. Dann hätte ich wenigstens etwas Spaß an dieser Scheisse. Ich vermisse einen Typ wie Anders Breivik, der jetzt am Rande des Fan-Mobs seinen Rucksack auspackt und loslegt…