Affen mit Waffen

Einmal nicht mit Amateuren zusammenarbeiten…

Ich wurde heute während der Arbeit in der Gastro-Küche nebenbei von meiner Chefin gebeten, die Küchenmesser nicht mehr zwischendurch mit einem Wetzstahl nachzuschärfen. Sie hatte sich nämlich am Morgen mit dem unerwartet scharfen Brotmesser in den Finger geschnitten.
Falls doch, könnte ich das ja an einem bestimmten Wochentag machen und einen Warnzettel über die Messer kleben: “Vorsicht scharf” oder so.

Der Witz an der Sache: ich habe dieses Brotmesser vor mindestens einer Woche nur mal kurz mit dem Wetzstahl entgratet, sodaß es eben gerade nicht mehr total stumpf war.

Ich habe dann gesagt, dass ich keines der Küchenmesser auch nur irgendwie jemals wieder schärfen würde – außer mein eigenes Kochmesser, das ich selber mitgebracht habe.

Und ich rede hier nicht von rattenscharfen original japanischen 2000 mal geschmiedeten Samurai-Schwertern – es geht nur um verkackte Küchenmesser. Werkzeuge.

Ich schreib’ doch nicht “Vorsicht! Dieser Gegenstand hat eine scharfe Kante!” auf jede Messerklinge – nur weil ein paar Tagträumer unter meinen Kollegen sind…

Anyway… ich habe mein geliebtes Kochmesser jetzt über die Feiertage mit nach Hause genommen und werde es wieder richtig scharf machen. Und jeder, der sich übernächste Woche damit schneidet ist selber schuld; schließlich ist mein Name deutlich fühl- und sichtbar im Griff eingraviert.