Hundeleben im Sommer

Da kommen wir eben in der Dunkelheit nach zwei Stunden von der Hundewiese zurück, steigen noch langsam die drei Stockwerke hoch in unser Heim. Draußen und drinnen immer noch über 26°C.
Ich nehme Rübi das Halsband ab, packe den Rucksack aus, der Hund steht derweil doof hechelnd im Flur herum.

Erst nachdem ich ihn in das Badezimmer rufe und in seinem Trinknapf herumplätschere, trinkt er etwas. Und er trinkt viel

Wir sind wie ein altes Ehepaar. Wir werden spürbar beide alt, und er wird vor mir sterben. Aber diese Vertrautheit, diese Art von blindem Verständnis, wortlose Kommunikation – das ist der Grund, warum ich alte Hunde mag.

Ich habe Rübi im Alter von ca. 4 – 5 Jahren vor sechs Jahren aus einem ausländischen Tierheim übernommen. Ich werde niemals erfahren, wie er als niedlicher kleiner Welpe aussah. Aber ich werde ihn in meinen Armen halten, wenn er irgendwann mal stirbt. Das habe ich ihm versprochen; das bin ich ihm schuldig.

Rübi