Archiv der Kategorie 'Alltag'

History repeating

Diese „Smoothies“, die ja immer noch total im Trend liegen, gab’s übrigens auch schon so um 1990. Damals war ich Zivi im Altenheim und man nannte es „Passierte Kost“.

Passt! :-)

Heute waren meine „Punisher“-Aufkleber im Briefkasten.

Ich habe mir fünf verschiedene Farben bestellt und das jetzt ausgewählte Apfel-grün verleiht meinem kleinen Thinkpad doch gleich eine unglaublich fröhliche, lebensbejahende, freundliche und sympathische Ausstrahlung:

Punisher

Das war echt „grenzwertig“…

DOH! o_0

Heute Nachmittag bei mir Zuhause: ich krieche verschlafen aus dem Bett, werfe die Kaffeemaschine an, gieße meine Zimmerpflanzen und füttere die Tiere.

Zurück auf dem Weg in die Küche Richtung Kaffee höre ich ein Summen, Brummen, irgendwas…

Meine Küche ist recht klein und hat ein Erker-Fenster, in der Zimmerecke davor steht ein Tisch. Auf dem Tisch die Mikrowelle und ein Wasserkocher, darunter drei Kunststoff-Boxen mit Werkzeug und Altpapier, zwei Mülleimer – Chaos pur; quasi „die Schmuddel-Ecke“ meiner Wohnung.

Ich höre immer noch deutlich dieses Brummen, schaue aus den gekippten Küchenfenstern. Nein. Das kommt nicht von Draußen. Es brummt hier direkt vor mir! Die Mikrowelle ist es nicht. Es brummt unter dem Tisch! o_o

Nervös räume ich das Geraffel unter dem Küchentisch zur Seite und stoße hinten an der Wand auf den Mehrfachstecker, an dem die Mikrowelle und der Wasserkocher hängen. Er brummt, dampft und ist heiß! WTF?!
Nachdem ich dann erst mal hektisch den Mehrfachstecker von seinem Verlängerungskabel getrennt hatte, traute ich mich, die Situation näher zu begutachten.

Ich hatte die Pflanze im Erkerfenster etwas zu viel gegossen, das überflüssige Wasser lief von der Fensterbank auf den Küchentisch und von dort direkt in den Mehrfachstecker. Und dort kochte es dann, dampfte und machte Geräusche! oO

Es gab keinen Kurzschluss und es flog auch keine Elektrosicherung raus. Da kochte einfach Wasser in der Steckdose.
Wie in einem billigen Thriller mit „Butterfly-Effect“ und so..

na gut – es funktioniert. irgendwie..

Nice try

Im Nachgang zu meiner neuen Arbeitslosigkeit dann mal eine erste kleine “Reinigung”.
Ich habe heute zum letzten mal ‚WhatsApp‘ auf meinem “Diensthandy” gestartet und meinen Account, sowie diese App gelöscht.

Den Account hatte ich sowieso nur wegen sozialem Druck erstellt. „Wir brauchen WhatsApp für total wichtige Kommunikation. Da tauschen wir total wichtige Informationen aus, die die Arbeit betreffen!“

Bullshit! Lustige Fotos und Videos, Anscheißerei inklusive Schnappschüssen, Geburtstagsgrüße, kleine Witze… das ist alles, was bei mir ankam. Weg mit der Scheisse!

Nicht mein Tag

Erster Tag meiner Arbeitslosigkeit und ich werde von einem kotzenden Hund im Schlafzimmer geweckt. Bereits während ich schlief hat er heimlich seinen Teppich im Wohnzimmer mit Durchfall verziert; ein wenig fast getrocknete Kotze finde im Bad vor seinem Fressnapf.
Ich habe im März weniger Geld verdient, als ich noch vor ein paar Tagen geschätzt hatte – aber dafür habe ich gestern auf der Arbeit einen ganzen Rucksack voller Lebensmittel geschenkt bekommen, unter anderem 20 Eier.

Na denn mal Frohe Ostern! ;-)

(Und gegen meine aufkeimenden Zahnschmerzen habe ich immerhin noch Ibuprofen im Haus. Einfach mal „positiv denken!“)

Final Feierabend

Die nächsten drei Tage muss ich noch arbeiten, dann ist Schluss. Samstag Abend ist zum letzten mal Feierabend für mich in dieser Küche. Der Inhaber wechselt, im April ist der Laden vorübergehend zu; was danach passiert steht in den Sternen.

Meine schriftliche Kündigung habe ich schon vor Wochen unterschrieben. Daß ich ab nächster Woche nicht mehr dort arbeiten muss oder kann, kommt erst seit gestern so richtig in meinem Bewusstsein an.

Das war jetzt mein achter Job in der Gastronomie in rund 25 Jahren. Ich habe dort in Teilzeit fast drei Jahre gearbeitet, und wenn ich ein Resümee ziehen müsste, würde ich sagen: “Es war nicht alles Scheisse.”

Na denn mal Osterferien!! :-)

Bei meiner letzten Schicht am Samstag werde ich rituell mein altes (dort deponiertes) Kochmesser in meine Küchenschürze wickeln und in meinen Rucksack stecken. Ich werde eine Dose Hansa Pils hervorholen und mit mir selber auf meine Arbeitslosigkeit anstoßen.

Fuck this shit! Das Leben geht weiter.

Hab’ ich dich erschreckt? Das tut mir echt leid!

Ist meine Schuld! Ich komme hier mit ’nem Fahrrad vorbeigefahren, während du auf dein Smartphone starrend einfach die Straße überquerst.

Tut mir leid, daß mein Rad kein Motorengeräusch hat, denn dann hättest du wohl wenigstens mal kurz auf den Straßenverkehr geachtet, bevor du quasi blind die Straße kreuzt.

Ich weiß, daß jede neue Nachricht, jeder Hinweis auf deinem Gerät mit einem Klingelton angekündigt wird. Das Geräusch meiner Vollbremsung war scheinbar so ähnlich. Jedenfalls hast du mich so angeschaut, als hättest du gerade eine total wichtige Message erhalten.

Lass dich nicht ablenken! Konzentriere dich auf deine Apps! Du bist wichtig! Die anderen Leute auf der Straße, die nicht ‘mit dir befreundet’ sind, werden schon Rücksicht auf dich nehmen.
Muss man ja auch verstehen: Facebook, Google, WhatsApp, Flickr, Tinder usw… brauchen dich und deine ‘Likes’! Jetzt! Sofort!

Und nebenbei wirst du mit deinen Accounts im Internet unsterblich sein! Jeder deiner Accounts wird nach deinem realen Ableben in einen “Trauer-Modus” versetzt und alle deine virtuellen Freunde können das dann respekvoll ‘disliken’.
Was zählt es dann schon, wenn du von einem Bus überfahren wirst? Dann bist du eben rote Matsche unter einem Linienbus mit Elektromotor.

aktuelle Weltpolitik

Dinge, die ich eher selten tue:

Mittwoch nachts um 00:30 Uhr an der Straßenecke unter einer Laterne hocken und das Winterfell aus dem Hund bürsten; dabei Nachbarn unbeabsichtigt beim Ficken zuhören.

Das mit dem Hund musste mal wieder sein, der Soundtrack der Nachbarn war Zufall.
Offenbar hatten alle ihren Spaß. Der Hund fühlt sich jetzt angenehm gebürstet und meine unbekannte Nachbarin scheinbar auch.

Deutsche Bürokratie

Da schickt mir die Arbeitsagentur heute nebst anderem Papier ein „Merkblatt für Arbeitslose“: DIN-A6 länglich, 97 Seiten plus Stichwort-Verzeichnis.
97 zusammengeheftete Seiten passen nicht zu meiner Definition von einem Merkblatt.

Besser ist das..

„Welt.de“ (Springer-Presse) vermeldet:

Ostfront

Das hatten wir Deutschen schon mal, dieses Problem mit dem Winter an der „Ostfront“, vor etwas über 70 Jahren. Auch Napoleon ist um 1812 schon daran gescheitert.
Ist auch gut so, dabei kann es weiterhin bleiben!

Ohh lecker! Nutella!

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich mal die Rezeptur von Nutella vorgenommen und das Verhältnis der Zutaten bildlich dargestellt:

Das ist doch mal ein gesundes Frühstück! Sowas frißt man doch mit Genuß jeden Morgen.

Mit Bindestrich wär das nicht passiert

Karnevalshits

Jo, das passt schon.. „KarnevalShits“ ;-)

Kleine Regelmissachtung

Wie in jedem anderen Beruf, gibt es auch in der professionellen Gastronomie ungeschriebene Regeln.

In der Küche zum Beispiel gilt: ‚Denke immer daran, daß deine Arbeitskollegen keine Augen im Hinterkopf haben!‘ Man sollte sich also niemals ohne Vorwarnung einem Kollegen von hinten nähern, wenn man selbst oder der Kollege z.B. ein scharfes Messer oder einen Topf mit kochendem Wasser in der Hand hält.

Wichtiger noch ist die Regel ‚Lass niemals Hektik aufkommen!‘ Das könnte man schon als „Goldene Regel Nr.1″ bezeichnen. Wer hastig oder nervös agiert, provoziert Fehler. Und Fehler in der Gastronomie-Küche können böse enden.

Wenn ein Kollege dann diese beiden Regeln gleichzeitig missachtet, sieht man zum Feierabend vielleicht so aus:

Ja, so eine Portion heißer Brei kann sich in den knapp drei Sekunden bis zum kalten Wasserhahn schon verdammt fies einbrennen.. Mein rechtes Handgelenk hat es auch erwischt, aber immerhin glimpflicher.

Kleines Update: Nach ärztlicher Behandlung sieht das dann eine Woche später aus, wie ein knuspriges Brathähnchen (sofern keine Komplikationen auftreten):

Junkfood

Ich weiß es zu schätzen, wenn die deutsche Übersetzung auf asiatischen Tütensuppen direkt und ehrlich ist: „Nudeleintopf mit künstlichem Schweinegeschmack“.
Da wird nichts beschönigt á la „naturidentische Aromastoffe“ oder ähnlichem Marketing-Bullshit. Nein, „Schweinegeschmack“ (an sich schon lustig doppeldeutig) und zwar künstlich. Da weiß man wenigstens, was man hat.

Ich frage mich gerade, ob auch gläubige Muslime sowas essen dürfen. Laut Zutatenliste ist da wirklich kein Schwein drin, nur jede Menge Chemie (u.a. „Antibackmittel“ o_0).

Weihnachtsgulasch für Faule

Inspiriert von einem marokkanischen Rezept

  • Drei mittelgroße rote Zwiebeln, eine Knolle frischen Knoblauch und 500 Gramm getrocknete entsteinte Pflaumen grob kleinschneiden (alles getrennt!)
  • Die Zwiebeln in Öl oder anderem Fett anschwitzen, bis sie fast glasig sind
  • Knoblauch hinzugeben und weiter auf mittlerer Hitze einige Minuten köcheln lassen, regelmäßig umrühren
  • Gehackte Pflaumen dazugeben und einige Minuten auf großer Hitze anschmoren, dann mit ¼ Liter Rotwein ablöschen
  • Kurz aufkochen und derweil z.B. mit gekörnter Gemüsebrühe nach Belieben würzen
  • ½ Liter Sahne hinzugeben und einige Minuten köcheln lassen, sodaß die Sahne sich reduziert
  • 1 Kilo Rindergulasch und ½ Kilo Schweinegulasch (beides aus der Dose, man ist ja faul..) dazugeben und bei kleiner Hitze ca. eine halbe Stunde lang ziehen lassen (Ein Teelöffel Zucker rundet den Geschmack ab)
  • Als Beilage Kartoffeln, Nudeln oder Reis – je nach Vorliebe.

So there it goes again…

Das Christkind hat mich schon Vorgestern in Form einer Mitarbeiter-Versammlung in unserem Café besucht.
Als Geschenk brachte es mir eine Entscheidung, die ich in rund 2½ Jahren Hin und Her in diesem Laden nicht treffen konnte oder wollte und immer wieder verschoben habe: “Soll ich mir einen anderen Job suchen?

Das Cafè macht spätestens Ende Winter zu. Immerhin ist diese Frage jetzt für mich geklärt… ;)

PositivDenken! :D

Mein Teddy

Da ich ihn als Kind während des Spielens auf Dauer total abgewetzt und verschlissen habe, hat meine Mutter ihn Stück für Stück geflickt. Zuerst eine Borte um den Hals genäht; wahrscheinlich, damit sein Kopf nicht abfällt. Später dann einen Overall mit Frontreißverschluss und Schuhe gestrickt oder gehäkelt, damit der Teddy nicht so nackig aussieht.

Mein Teddy