Archiv der Kategorie 'Cyberlife'

Wie auch immer es weitergeht..

Die Karawane zieht weiter

Seit ziemlich genau 10 Jahren habe ich jetzt unter dieser Adresse ein privates WebLog laufen, hauptsächlich zu meiner eigenen Bespaßung.
In dieser Zeit sammelten sich über 450 Postings an: kleine private Anekdoten, lustige Fundstücke aus dem Internet, Musik die ich hörenswert finde, Denkanstöße, technische und philosophische Beiträge zu Computern, Internet und allem möglichen anderen Scheiss.

Die “Rezeption” dieses Blogs war von Anfang an sehr gering, was mir aber auch ziemlich latte war und ist. Ist eben nur ein kleines Hobby von mir.
In absehbarer Zeit werde ich dieses Blog löschen, wahrscheinlich noch in diesem Jahr.

Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe:

Erstens schalten die Betreiber dieser Blog-Plattform “blogsport.de” in den nächsten Monaten ohnehin ihre Dienste ab. Die haben mehr oder weniger privat jahrelang diese Plattform kostenfrei für Privatnutzer zur Verfügung gestellt und sehen sich zunehmend mit finanziellen, juristischen und persönlichen zeitlichen Problemen konfrontiert. Ich kann es gut verstehen, daß sie nun bald in den Sack hauen.
War ‘ne schöne unkomplizierte Zeit hier, danke für all das!

Zweitens habe ich meine Internet-Beiträge zu Frieden, Hass, Humor und Bullshit schon seit ein paar Jahren Stück für Stück mehr in die Diaspora-Community verlagert und dieses Blog dabei immer weiter vernachlässigt. Es ist eigentlich nur noch ein schwächelndes Stiefkind, das leidet.
Meine öffentlichen Beiträge auf Diaspora sind (surprise!) öffentlich lesbar. Aber kommentieren kann man nur, wenn man mit einem Diaspora-Account eingeloggt ist.

So oder so werde ich mich weiterhin irgendwie irgendwo im Internetz über irgendwas äußern. Und wenn ich vielleicht mal wieder eine sozusagen “zentrale Müllkippe” für meine digitalen Hirnfürze (allgemein “WebLog” genannt) gefunden haben sollte, wird diese nach wie vor unter »Exkremente al dente« zu finden sein.
Letztlich gibt’s auch noch meinen – sagen wir mal “Index” miller24. Persönlicher Kontakt, Websites, PGP-Key, Kleinkram. Schnörkellos komprimiert auf das Wesentliche, mein “Führerbunker Hauptquartier”. Von da aus geht’s irgendwie immer.

Hasta la vista baby. I’ll be back!
So long and thanks for all the fish!
May the force be with you!

Bankpost 2.0

Ich hab heute beim Online-Banking festgestellt, daß meine Bank mir unter “Mitteilungen” eine Jahressteuerbescheinigung als pdf-Datei bereitgestellt hat.

Das war das erste mal überhaupt, daß ich von einer solchen “Jahressteuerbescheinigung” höre, also habe ich das pdf natürlich runtergeladen und gespannt, aber auch ein kleines bißchen nervös geöffnet.

Na? Wollt ihr auch mal gucken? ^^

Ich hab die pdf-Datei nur zu png konvertiert, um sie hier einbinden zu können und meine persönlichen Daten rechts oben etwas verschleiert, wegen Datenschutz und so, ihr wisst schon…
Alle anderen Angaben habe ich genau so belassen, wie sie mir von der Postbank übermittelt wurden. In dieser Hinsicht habe ich nichts zu verbergen! Man kann es auch als meinen persönlichen finanziellen Transparenzbericht betrachten:

Bankpost

Mal ehrlich Postbank: was soll das?!
Ich bin nur froh, daß solche Kommunikation inzwischen zunehmend ‘digital’ abgewickelt wird. Vor zehn Jahren noch hättet ihr mir wahrscheinlich ein leeres Blatt Papier per Briefpost geschickt.
- Oder vielleicht auch gerade nicht, weil irgendein Sachbearbeiter rechtzeitig bemerkt hätte, daß so was Schwachsinn ist. Das ist wohl eine der Schattenseiten der Digitalisierung im 21. Jahrhundert: man kann automatisiert portofrei Mitteilungen verschicken, die keinerlei Inhalt haben.

Valentinstag!

fsfe

Oha…?

Rambo-Laufwerk

Ach übrigens…

dieses Blog sollte inzwischen zu 100% DSGVO-konform sein.

Früher gab es hier mal einen extern eingebundenen Counter, der so anonym wie möglich die täglichen Zugriffe angezeigt hat. Daß dieser Counter inzwischen nicht mehr existiert, liegt allein daran, daß der (Gratis-)Anbieter dieses Counters im Sommer 2018 seine Dienste nach vielen Jahren komplett eingestellt hat.

Ich war dann zu faul, einen neuen datenschutz-freundlichen Service zu suchen, der ähnliche Funktionalität bietet, und diesen hier einzubinden. Letztlich vernachlässige ich dieses Blog schon seit einigen Monaten ein wenig, da ich schon seit längerer Zeit auf Diaspora aktiv bin. Wer meine öffentlichen Postings dort verfolgen will, kann sich mal ★Miller antun.

WDR fucks my mind

Der WDR hat mir heute in seiner Online-Präsenz einen Hirnfick verpasst:

Online-Handel

Ja nee, war klar…
Ich bestelle in einem spezialisierten Online-Shop drei kleine Gummi-Figuren, Versand per DHL für 3,90€.
Nach inzwischen acht Tagen kommt die Bestellung heute bei mir an – per Briefträger als schlecht verpackte Warensendung im dünnen, leicht beschädigten Papierumschlag für 2,20€.

Ich hätte denen auch gleich sagen können, daß ein DHL-Päckchen für 3,90€ etwas übertrieben ist. Allerdings hätten sie auch als Warensendung für 2,20€ eine etwas robustere Verpackung wählen können. Immerhin ist der Inhalt recht unempfindlich und nichts ist verloren gegangen.

Daß ich als Neukunde dieses Shops einen Gutschein über 0,50€ als “Willkommensgeschenk” bekommen habe, übersehe ich jetzt mal. Ich werd’ jetzt gleich mal bei diesem Online-Shop meinen Kunden-Account löschen, den ich für meine Bestellung anlegen musste. Nicht, daß die noch meine Mail-Adresse für 0,80€ weiterverkaufen oder ähnliches…

No SPAM anymore!

In Sachen SPAM-Mails werde ich langsam gnadenlos.

Vor ein paar Wochen habe ich mich von meiner dienst-ältesten Mailadresse getrennt, da dort täglich 25 – 35 Spam-Mails ankamen.
Nun gut – ich habe diese Adresse gut 18 Jahre lang überall benutzt und öffentlich hinterlassen: Usenet, Foren, Websites, Kontaktformulare, die ganze Palette. Daß da nach fast zwei Jahrzehnten nicht noch wesentlich mehr Dreck aufschlug, ist fast verwunderlich. Eigentlich habe ich sie ohnehin nicht mehr aktiv benutzt und nur aus nostalgischen Gründen behalten.

Länger schon habe ich auch meinen Mail-Provider gewechselt, die Kontakt-Adressen auf meinen Websites so gut ich kann verschleiert, und die Herausgabe meiner Mail-Adressen je nach Zweck gut organisiert.

Dennoch kommen immer noch ein paar wenige Spam-Mails pro Woche (hauptsächlich an eine Adresse auf einer meiner Websites) bei mir an, da ich diese Empfängeradresse bei meinem Provider auf eine Whitelist gesetzt habe.

Dafür hatte ich bisher beim Provider Filter angelegt nach dem Schema „from: is: @xxx.xxx.domain -> ungefragt löschen“ (vereinfacht gesagt).
Nach Rückfrage beim Provider habe ich dann heute viele dieser einzelnen „@xxx.xxx.domain“ zusammenfassen können in zwei Regeln: „.biz.ua“ und „.co.ua“ im Absender werden alle kommentarlos gelöscht.

„False Positives“ wird es da wohl keine geben. Und je nach weiterem Spam-Aufkommen werde ich vielleicht neue globale FQDN ausfiltern.

Beschreiben Sie Facebook in einem Satz:

Facebook ist für Leute, die nichts zu sagen haben und nicht schreiben können,
damit Leute die nichts lesen wollen ‚Likes‘ verteilen können.

(Das ist ein Zitat, das mir heute über den Weg lief; ich könnte es kaum besser formulieren!)

Im Nachgang zu meiner neuen Arbeitslosigkeit dann mal eine erste kleine “Reinigung”.
Ich habe heute zum letzten mal ‚WhatsApp‘ auf meinem “Diensthandy” gestartet und meinen Account, sowie diese App gelöscht.

Den Account hatte ich sowieso nur wegen sozialem Druck erstellt. „Wir brauchen WhatsApp für total wichtige Kommunikation. Da tauschen wir total wichtige Informationen aus, die die Arbeit betreffen!“

Bullshit! Lustige Fotos und Videos, Anscheißerei inklusive Schnappschüssen, Geburtstagsgrüße, kleine Witze… das ist alles, was bei mir ankam. Weg mit der Scheisse!

Hab’ ich dich erschreckt? Das tut mir echt leid!

Ist meine Schuld! Ich komme hier mit ’nem Fahrrad vorbeigefahren, während du auf dein Smartphone starrend einfach die Straße überquerst.

Tut mir leid, daß mein Rad kein Motorengeräusch hat, denn dann hättest du wohl wenigstens mal kurz auf den Straßenverkehr geachtet, bevor du quasi blind die Straße kreuzt.

Ich weiß, daß jede neue Nachricht, jeder Hinweis auf deinem Gerät mit einem Klingelton angekündigt wird. Das Geräusch meiner Vollbremsung war scheinbar so ähnlich. Jedenfalls hast du mich so angeschaut, als hättest du gerade eine total wichtige Message erhalten.

Lass dich nicht ablenken! Konzentriere dich auf deine Apps! Du bist wichtig! Die anderen Leute auf der Straße, die nicht ‘mit dir befreundet’ sind, werden schon Rücksicht auf dich nehmen.
Muss man ja auch verstehen: Facebook, Google, WhatsApp, Flickr, Tinder usw… brauchen dich und deine ‘Likes’! Jetzt! Sofort!

Und nebenbei wirst du mit deinen Accounts im Internet unsterblich sein! Jeder deiner Accounts wird nach deinem realen Ableben in einen “Trauer-Modus” versetzt und alle deine virtuellen Freunde können das dann respekvoll ‘disliken’.
Was zählt es dann schon, wenn du von einem Bus überfahren wirst? Dann bist du eben rote Matsche unter einem Linienbus mit Elektromotor.

Nett gemeintes Angebot…

ROFL! Ein Super-Deal der Online-Werbung!
FAZ.NET verwehrt mir Zugang wegen eingeschaltetem AdBlocker in meinem Browser und macht mir folgendes Angebot:

“Abonnieren Sie FAZ.NET-AdLight und lesen Sie FAZ.NET mit weniger Werbung für nur
1,99 €/Monat. Abonnenten des F.A.Z. Verlages erhalten FAZ.NET-AdLight kostenfrei.”

Hahaha! :-) Für nur 1,99 gibt’s weniger Werbung.

„AOK-Ware“

Wikipedia.de hat mir mal wieder ein kleines Fnord-Späßchen spendiert. ;-)
Wer bei dem Begriff „aoK-Ware“ an eine deutsche Krankenversicherung denkt, liegt völlig daneben – oder auch wieder nicht..
„aoK-Ware“ ist ein Begriff aus dem Fischhandel, der die Form der angebotenen Fische beschreibt: „ausgenommen, ohne Kopf“.

Online-Handel, der Schmerz im Arsch.

Ja nee, war klar.. :\ Der Ebay-Händler bietet die selbe Mütze in verschiedenen Farben und Mustern zur Auswahl an. Klickt man aber z.B. auf “Schwarz”, erscheint das Foto einer pinkfarbenen Mütze.
Da ist es ja nur folgerichtig, daß er mir eine Weiße schickt, wenn ich eine Schwarz-Weiße bestellt habe. m(
Manchmal vermisse ich bei Ebay einen “Random”-Button.

Und DHL könnte auch mal das – und nur das – tun, wozu man sie beauftragt. Wenn man mir schon die Möglichkeit bietet, als Wunsch-Ablageort das Treppenhaus zu wählen, möchte ich nicht, daß das Päckchen bei meiner Nachbarin abgegeben wird. Scheissegal, ob sie nun dem DHL-Boten die Haustür geöffnet hat, oder nicht!

Diese kleinen Bildschirme..

Kacken

2018 – Alles Scheisse!

„Es gibt nichts, was es nicht gibt!“ ist ein alter abgelutschter Spruch. Aber im Zeitalter des unbegrenzten Internets wird er wahrer, als jemals zuvor.
Da kann man dann auch z.B. bei eBay einen Foto-Kalender für 2018 kaufen, der kackende Hunde zeigt:

Der Dunning-Kruger-Effekt

Seitdem ich über den Dunning-Kruger-Effekt gelesen habe, bemerke ich ihn (leider) immer öfter bei Menschen, mit denen ich zu tun habe(n muss).
Das ist nicht wirklich schön, aber immerhin erhellend für mich, weil es meine Einschätzung mancher Menschen ein wenig zurecht rückt.

Da hatte ich z.B. vor ein paar Tagen eine Unterhaltung mit einem Bekannten, der ein extremer Pedant, Klugscheisser und nebenbei überzeugter Apple-User ist. Er kennt sich aus mit Computern, Internet usw…
Unser Gespräch drehte sich um WhatsApp, Privatsphäre, Datenschutz etc. Er sagte dann so etwas wie „Jaa, schon klar – aber da sollte man nicht so paranoid sein. Natürlich haben so große Firmen wie Facebook und Google da ihre Anglorhythmen, mit denen sie..“ BAM! Sorry – what?! Meine Ohren haben sich bei dem Wort „Anglorhythmen“ sofort abgeschaltet.

Tut mir leid – aber der Kandidat hat sich soeben selber disqualifiziert für weitere Gespräche über Computer, Internet und alles Weitere in diesem Themenbereich. Und obendrein hat er auch traurigerweise meine Vorurteile gegenüber verblödeten Apple-Fans bestärkt.

Witz des Tages

Heise.de vermeldet:
Facebook will Bezahlfunktion für journalistische Inhalte testen
„Facebook-Nutzer könnten bald zur Kasse gebeten werden, wenn sie journalistische Inhalte lesen möchten: Das soziale Netzwerk will offenbar seine “Instant Articles” um eine Paywall ergänzen, berichtet das Finanzmagazin TheStreet. So bleiben die Nutzer bei Facebook und die Medienhäuser erhalten Geld für ihre Inhalte – beide Seiten profitieren.“

Ich piss mir vor Lachen in die Hose! :D „Facebook“ und „journalistische Inhalte“ in einem Satz!

Immerhin will Facebook seinen Usern zehn dieser „journalistischen Inhalte“ pro Monat gratis spendieren und erst ab dem elften Artikel die Paywall hochziehen. 98% aller durchschnittlichen Facebook-Deppen werden mit zehn „Gratis-Artikeln“ locker ein ganzes Jahr auskommen.

Brave new world

Inzwischen hängen ja in jedem größeren Supermarkt, in jeder Tankstelle, Postfiliale, Sparkasse usw. Flatscreen-Bildschirme, die einen mit Werbung berieseln.
Überwachungskameras gibt es in solchen öffentlichen Bereichen schon länger, neuerdings auch manchmal mit integrierter Gesichts-Erkennung und -Verarbeitung.

Was da bei der Gesichts-Erkennung u.a. abläuft, kann man z.B. an diesem Foto aus einer Pizzeria in Oslo sehen. Da ist die Werbung abgeschmiert und zeigt statt dessen den Code der Überwachungskamera:

(Klick auf’s Bild öffnet das Foto in Originalgröße)

Quelle: Lee Gamble auf Twitter