Archiv der Kategorie 'Linux'

Internet – Hauptsache es fluppt!

Einfach mal ein bisschen der defekten Technologie drohen – und schon erfolgt eine magische Selbstheilung. :)
Oder: mein IT-Provider macht zwar Murks, ist aber kundenfreundlich.

Ich hatte in den letzten Wochen statt jahrelang gewohnter 10-12Mbit DSL-Geschwindigkeit (im Download) nur noch maximal 6Mbit.

Vor ein paar Tagen hab ich dann mal den Provider angerufen und der nette Mensch vom Kundendienst stellte fest, dass mein 16 Jahre(!) altes DSL-Modem eigentlich schon länger nicht mehr in der Lage sein sollte, überhaupt 12Mbit zu erreichen! Warum das trotzdem so lange der Fall war, konnte er mir nicht erklären. Er bot mir an, im Kundencenter vorbeizukommen und mir nach all den Jahren mal gratis ein neues Modem abzuholen.

Und dort bin ich dann heute mit Hund hinspaziert. Der nette Herr im Kundencenter hatte außer mir keine Kunden und war in Plauder-Laune. Er benutzt seit ein paar Jahren nur noch Linux; nicht mal halb so lange wie ich, womit für ihn dann klar war, daß ich das neue DSL-Modem wohl schon allein zum Laufen kriege. ;)
Trotzdem gab er mir zusammen mit dem neuen Gerät obligatorisch ein paar zusammengetackerte DIN-A4-Seiten “Installations-Anleitung” mit der Bemerkung, daß das wohl noch für WindowsXP geschrieben sei. Das schien ihm etwas peinlich zu sein.
Er hat dann nebenbei auch mal kurz von seinem Terminal aus meine Leitung gecheckt, und 14,5Mbit Geschwindigkeit festgestellt. Das sei für meine Adresse schon sehr gut.
Meinen Einwand, daß das nicht sein könne, beantwortete er mit dem Ratschlag, daß ich Speedtests nicht per WLAN sondern nur per Ethernet machen sollte.

Anyway habe ich dann mein neues Modem eingepackt und bin nach Hause gegangen. Dort hab ich vor dem Umbau der Technik noch einmal einen Test mit dem alten Modem gemacht und.. o_0 ich hatte fast 15Mbit stabile Download-Geschwindigkeit! Einfach so. Schneller als je zuvor. Mit dem alten Gerät!

Ich hab dann trotzdem das neue Gerät angeschlossen, kann ja nicht schaden.
Und so bleibt mir dann am Ende des Tages ein ausgedehnter Spaziergang mit Hund, ein geschenktes nagelneues DSL-Modem, kurze abschreckende Eindrücke der vor-weihnachtlichen Dortmunder Innenstadt, und das Gefühl, daß mein Provider seine technische Infrastruktur nicht so wirklich im Griff hat. ;)

Debian

Computer-Paradoxon

Manchmal frage ich mich, ob mein Computer tatsächlich einen gewissen Humor besitzt:

IDiots

Ich könnte so einige Argumente nennen, warum Technik aus dem Hause Apple niemals für mich in Frage kommt. Ich könnte jetzt auch über das bisweilen geradezu sektenhafte Verhalten der Apple-Fans herziehen. Das lass‘ ich jetzt aber einfach mal.
Dieser Film ist einfach zu niedlich und bringt es trotzdem auf den Punkt:

Die PC-Experten wieder mal…

Was Computer betrifft, gibt es für mich inzwischen fast nichts Schlimmeres als jene selbsternannten ‚Experten‘, deren Qualifikation fast ausschließlich darin besteht, daß sie seit 20 Jahren Tuning&Tweaking-Tools auf Windows-Systemen installieren können.
Mein Chef-Kollege ist auch so ein Fall.

Wir haben in unserer Kneipe seit drei Jahren ein kleines lahmes Netbook, das einzig und allein die Musikbeschallung und einen Internetbrowser zu Verfügung stellen muß. Ausgeliefert mit einem vorinstallierten Win-Vista (incl. jeder Menge überflüssiger Treiber) war es dann anfangs dieses Jahres derartig lahm, daß man es kaum noch benutzen konnte. Also bot ich mich an, das Kistchen mal zu beschleunigen. In zwei Tagen Linux Mint installiert, GUI möglichst Windows-ähnlich eingerichtet, alle MP3-Dateien gesichert und zurückgespielt… lief super, flüssig, quasi perfekt.

Aaaber: die Kollegen haben kein ITunes mehr und wollen sich nicht an eine Alternative gewöhnen – und schlimmer noch: Chef-Kollege kann einfach nicht auf geliebte Tuning-Tools und Antivirus verzichten; sein Tellerrand ist zu klein und auf der anderen Seite gibt es nichts.

Also habe ich das Ding in einer Nacht als Dual-Boot mit vorhandenem Linux Mint und abgespecktem Windows XP eingerichtet. Es wurde nun ausschließlich WinXP benutzt, welches relativ gut lief, da ich alle nicht benötigten Dienste, Treiber, etc.. eliminiert hatte.

Aber Chef-Kollege gefiel das so irgendwie auch nicht. Nachdem er dann sein Lieblings-Automatik-Tuning-Tool, einen AV-Scanner, einen T-Online-Netzmanager und anderen Bullshit installiert hatte, war die Kiste wieder so lahm, wie zu Anfang. Also hat er das Ding vor ein paar Tagen komplett plattgemacht und Win7 installiert.

Ergebnis dieses „Experten-Upgrades“: das System ist wieder saulahm, bei jedem Programmstart erscheint ein Popup-Fenster des Tuning-Tools das stolz verkündet, was es bisher alles ‚optimiert‘ hat – und alle MP3-Dateien und Playlisten der letzten 12 Monate sind weg!

Ach jaaaaa… ich liebe diese „Computer-Experten“, die bei einem System-Upgrade als erstes sämtliche Nutzerdaten löschen!

Blonde Computer-Experten..

Hintergrund: Ich hatte vor einigen Wochen auf dem total vermurksten kleinen Netbook, das in unserer Kneipe als Mediaplayer dient, das vorinstallierte Windows 7 durch Linux Mint 13 ersetzt. Die Optik und Bedienbarkeit war annähernd gleich, der Speicherverbrauch wesentlich geringer, die Sicherheit wesentlich höher – kurz gesagt: es lief spürbar besser.

Allein die Tatsache, daß das gewohnte „ITunes“ nicht für Linux verfügbar ist zwang mich dazu, wieder Windows zu installieren.

Zwei meiner Kolleginnen hatten am meisten Probleme mit dem installierten Linux.
Kollegin 1 (K1) kann und will sich nicht mal merken, wo der Input-Schalter am Hifi-Verstärker ist, mit dem man zwischen Netbook und TV als Audioquelle wählen kann. Motto: „Ich bin blond und habe Titten – mach du das für mich!“
Kollegin 2 (K2) ist Facebook-Junkie und besitzt ein IPhone. Motto: „Ich habe hundert Facebook-Freunde und kenne mich mit dem Internet aus.“

So kam es dann letztens zu folgendem Dialog:
K1: Ich werd‘ mir demnächst auch ’nen Computer kaufen, aber ich weiß noch nicht was für einen. Soll ich ein IPad oder einen Laptop nehmen?
K2: Kauf einen Laptop, das ist auf jeden Fall besser. Am besten einen von ASUS, die sind immer gut. Oder? (schaut mich an)
Ich: Ich würd‘ ein Thinkpad nehmen, die sind auch sehr gut. Vielleicht auch gebraucht, die gibt’s recht günstig und die sind eigentlich sehr zuverlässig.
K2: Jaja – wahrscheinlich noch mit deinem komischen Linus, mit dem keiner klarkommt!

Was soll ich dazu noch sagen außer „I will NOT fix your computer“?

Trekkie-Sound 4 Linux

Jeder StarTrek-Fan kennt es: dieses eine Hintergrundgeräusch, das immer dann hörbar ist. wenn gerade nix Spannendes passiert während eine „USS-irgendwas“ durch den Weltraum gleitet. Linux-User können sich dieses esoterisch-meditative Grundrauschen ganz einfach via Konsole selber zaubern:
play -n -c1 synth whitenoise lowpass -1 120 lowpass -1 120 lowpass -1 120 gain +14
eingeben und StarTrek-Reisefeeling genießen!

Wie wird Linux gemacht?

Inzwischen benutze ich seit gut drei Jahren ausschließlich Linux, um meine sechs Computer zu betreiben. Man mag darüber denken, wie man will – für mich ist es das beste Betriebssystem, das heutzutage existiert.
+ Es ist universell einsetzbar auf i386-, i486-, i686-, AMD64-, und ARM-Prozessoren.
+ Die Installation auf einem Desktop-Rechner ist inzwischen oft sogar einfacher als die Installation eines aktuellen Windows oder OSX.
+ Linux läuft nicht nur auf „Computern“ sondern auch in Fernsehern, DVD-Playern, Festplatten-Recordern, Smartphones, Routern, Modems, Internet-Servern, Digitalkameras, Navigationsgeräten, Kühlschränken, bei CERN in Bern usw..

Dieser kleine Film der Linux Foundation fasst in drei Minuten zusammen, auf welchem Wege Linux eigentlich entsteht: