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Vorurteile

Vor ein paar Wochen dachte ich noch, der wäre hier zu Besuch, aber anscheinend ist er ein neuer Nachbar hier in unserer kleinen Straße, drei Häuser weiter.
Ein schlanker weißer Mittelschicht-Sohn zwischen 20 und 30, blonde Dreadlocks bis zum Arsch, hält eine große Dogge.

Ist mir eigentlich egal wie er aussieht und Hunde mag ich sowieso; besonders große.
Aber dicke Freunde werden wir wohl nicht werden. Der hat mich schon bei unserer ersten Begegnung in der Straße irgendwie misstrauisch, abschätzig, ablehnend angesehen. Ich hab‘ nämlich ’ne Glatze (freiwillig) und trage im Sommer gerne Army-Hosen; wenn’s kälter ist auch gerne schwarze Boots.

Seine Dogge läßt er gerne mal ohne Leine laufen; finde ich gut, würde ich gerne auch öfter mit meinem alten Hund machen. Aber wir leben leider in einer Großstadt mit vielen Autos und vielen anderen Hunden – man sollte seine Grenzen (und seinen Hund) kennen.
Die Dogge ist letztens einen alten, halb blinden Labrador meiner Nachbarn angegangen. Es ist nichts Schlimmes passiert, aber der neue Nachbar war scheinbar (wie man mir erzählte) nicht besonders nett, einsichtig, kooperativ oder so ähnlich.

Ja – ich weiß. Ich habe gewisse Vorurteile gegenüber unserem neuen Nachbarn. Ich weiß..
Aber ich bin mir sicher, daß er zumindest mir gegenüber noch größere Vorurteile hat. Mir, der Glatze mit mit den Army-Klamotten, der seinen großen schwarzen Mischlings-Hund an einer Leine hält.
Warum ich das weiß? Ich bin geschätzt doppelt so alt wie er, und in seinem Alter hatte ich auch recht klare Feindbilder. Die haben sich allerdings im Laufe der Zeit aufgeweicht.

Alles im Griff!

Irgendwie habe ich eine andere Definition von „Lage im Griff“

Dieser immer wieder besondere Moment…

Du hast Spätschicht in der Gastro-Küche, und während du dich im Flur umziehst, schickt dein Chef den noch anwesenden Kollegen in den Keller, um etwas völlig Unwichtiges zu holen.
Der Chef bittet dich betont emotionslos in die Küche und schließt das Fenster, damit die draußen sitzenden Gäste nicht irritiert werden.

Und du weißt, daß heute der Tag ist, an dem du den halbjährlichen großen Anschiss bekommst…

Mein neuer Mitbewohner

Ich habe ja schon mal eine Eiche und eine Esche auf der Fensterbank in meinem Zimmer großgezogen. Die Eiche wurde schließlich im Garten meines Elternhauses 25 Jahre alt, bis sie leider gefällt werden musste. Die Esche ist jetzt ca. drei Jahre alt und steht seit letztem Sommer auf einer Hundewiese.

Aber diesmal ist das keine Absicht; ich habe mir wohl irgendwie einen Bergahorn eingefangen:

Bergahorn

Der tauchte da vor ein paar Wochen plötzlich als Untermieter einer Yucca-Palme auf. Bäume scheinen mich zu mögen. :)

Boshaft

Veggie

Rächt Schreibung!

Brötchen

Brave new world

Inzwischen hängen ja in jedem größeren Supermarkt, in jeder Tankstelle, Postfiliale, Sparkasse usw. Flatscreen-Bildschirme, die einen mit Werbung berieseln.
Überwachungskameras gibt es in solchen öffentlichen Bereichen schon länger, neuerdings auch manchmal mit integrierter Gesichts-Erkennung und -Verarbeitung.

Was da bei der Gesichts-Erkennung u.a. abläuft, kann man z.B. an diesem Foto aus einer Pizzeria in Oslo sehen. Da ist die Werbung abgeschmiert und zeigt statt dessen den Code der Überwachungskamera:

(Klick auf’s Bild öffnet das Foto in Originalgröße)

Quelle: Lee Gamble auf Twitter

Essen ist fertig!

Heute gibt es Suppe:

Suppe

Fucked up society

Ich stand eben im Kiosk und während des Wartens schweifte mein Blick über die unzähligen Zeitschriften, um dann an der aktuellen Ausgabe der „Glamour“ hängen zu bleiben:

Cover

Der übliche Mode\Beauty\Ficken\Lifestyle-Ratgeber-Scheiss eben.
Was mich aber mehr als gewohnt angekotzt hat, ist dieses Titelthema da rechts:

Cut

Was.. was.. was ist denn los mit den Menschen hier? m(
Wie weit muss man sich denn von der Realität entfernt haben, um solche Artikel zu lesen – oder gar zu schreiben?!
Ich glaube, ein krasseres Beispiel für soziale Spaltung bekomme ich zumindest in diesem Jahr nicht mehr so einfach zu Gesicht.

Zukunft..

Ach, Deutschland… Seufz.. m(

Da versuchte ich gerade, mit MediathekView einen Spielfilm aus der ARD-Mediathek herunterzuladen. Der Download war nach einer Sekunde ohne Fehlermeldung beendet. Huh?!
Nach zwischenzeitlichem Check der Konfiguration und zwei weiteren Download-Versuchen immer noch das selbe Ergebnis: eine 749,8 kB große mp4-Datei.

Na gut, dann schau ich mir die Datei mal eben an:

Jugendschutz

„Das Internet ist für uns alle Neuland…“

Ei ei ei – Bastelei

Was Technik und insbesondere Medien betrifft, war ich noch nie ‚up to date‘. Aber mit etwas kreativem Gebastel habe ich immer noch das erreicht, was mich zufriedenstellte oder zumindest Übergangslösungen gefunden (die oft sogar dauerhaft so blieben).

Nach Abschaltung von DVB-T vor ein paar Tagen habe ich jetzt eben mein uraltes Thinkpad (R51) aus dem Schlafzimmer geholt. Das steht dort seit ca. einem Jahr, nachdem mein Schlafzimmer-Fernseher kaputt gegangen war und holt sich per WLAN über eine Online-Mediathek frei empfangbare Sender.

Mein Wohnzimmer-TV ist ein ca. 3 Jahre alter 23′‘-Flatscreen mit wenigen Funktionen und inzwischen schon einigen Fehlern – aber ausgestattet mit so einigen Anschlussbuchsen. ^^

Da läuft dann eben jetzt ZDF über’s Internet in ein 15 Jahre altes Notebook, via VGA- und Audio-Kabel weitergeleitet in einen 3 Jahre alten Flatscreen, der den Ton über Kabel an eine 25 Jahre alte HiFi-Anlage weiterreicht. Geht doch! :-)

Subversiv

In der New Yorker U-Bahn ist das Mitführen von Hunden strikt verboten.
Mit einer Ausnahme: der Hundehalter transportiert seinen Hund in einer Tasche.

Ikea

Älter werden

Ich glaube, das wirklich Beschissene und Deprimierende am alt werden ist nicht eventuelle Degeneration, körperlicher und geistiger Abbau, Pflegebedürftigkeit, Demenz, usw.

Das setzt im Kleinen schon viel früher an. Man lernt im Laufe der Jahre immer mehr jüngere Menschen kennen, die einige Dinge, auf die man mehr oder weniger stolz war, die man einfach „gut konnte“, offensichtlich besser beherrschen. Ob jetzt körperlich oder geistig.

Da kannst du dann 40 Jahre lang ein guter Schwimmer gewesen sein, eine Fremdsprache flüssig sprechen, ein Musikinstrument virtuos beherrschen.
Irgendwann in deinem Leben läuft dir dann unweigerlich jemand über den Weg, der das, worauf dein kleiner Stolz aufbaute, noch besser beherrscht.

Und Stück für Stück, Jahr für Jahr geht dir immer mehr deiner eigenen Wertschätzung verloren.

So manche Leserkommentare

tun richtig weh:

Höhle

Lecki Lecki Lecki! :)

Parmesan

Doh!

Behinderung

Immanuel

Kant

Wenn Saudi-Prinzen fliegen

werden auch schon mal 80 Sitzplätze für Falken reserviert:

Kurzkritik #Dosenfraß: “‘Buss’ Schweinegulasch mit Nudeln”

  • Geschmack Okay. Nicht zu intensiv, deshalb netterweise individuell nachwürzbar.
  • Konsistenz annehmbar. Nudeln etwas labberig, aber nicht übermäßig viel Tomatensauce als Füllstoff
  • Preis angemessen. Knapp 2 €uro für eine 800g-Dose
  • Leider nicht vegan